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Dritter Advent - Sonntag

Ich wünsche euch einen gemütlichen dritten Advent. Drei Kerzen zeugen davon, dass der Weg bis Weihnachten  nicht mehr weit ist. Lasst euch von den Aufgaben oder von all dem was auf Social Media gezeigt wird, nicht stressen. Ich glaube, Weihnachten ist inzwischen ein recht individuelles Fest, bei dem sich alte Traditionen und neue Wünsche vermischen. Es gibt kein richtig oder falsch, keine Pflicht, die Tage so zu gestalten, wie andere es womöglich vorgeben. Die kleinen Freuden machen die Weihnachtszeit besonders. Also tut heute das, was euch guttut und genießt den Sonntag auf eure eigene Art und Weise. 

Für euch habe ich heute viel zu lesen, denn das 12. Kapitel ist deutlich länger. Das liegt daran, dass es Teil der Adventskalenderaktion von Antonia Sandmann auf Instagram war. Dort findet ihr unter #antonias_adventskalender ganz viele wunderschöne Kurzgeschichten von unterschiedlichen Autoren und Autorinnen. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Und wie jeden Adventssonntag gibt es am Ende auch wieder ein kleines Gewinnspiel.


Kapitel12

Der Duft von frischem Kaffee weckt mich am nächsten Morgen. Ich habe die halbe Nacht versucht, zu arbeiten, nicht an den Inhalt der Kiste zu denken und dann nach einer möglichst bequemen Position auf dem Sofa gesucht. Alles vergebens. In den frühen Morgenstunden bin ich auf den Teppich vor dem Kamin gezogen. Es war etwas hart, aber ich bin eingeschlafen.

«Heute schläfst du in deinem Bett», begrüßt mich Alexander mit ernster Stimme, kaum, dass ich mich in der Küche bemerkbar mache. 

«Wir haben das doch gestern ausdiskutiert. Ich habe gar nicht schlecht geschlafen.»

«Auf dem Fußboden.»

«Ist gesund für den Rücken.»

«Geh duschen, Leon. Das Frühstück ist gleich fertig. Evi hat uns Weihnachtsmarmelade mitgebracht. Die muss ich unbedingt probieren.»

Ich strecke mich gähnend. Dabei wird mir bewusst, dass ich nur Shirt und Shorts trage. Als ich Alexander anschaue, leuchten seine Wangen rot und in seinem Blick spiegelt sich Erregung wider. Reagiert er etwa auf mich? 

Auf dem Weg ins Bad hängt dieses Bild von ihm so hartnäckig in meinem Gedächtnis, als hätte es jemand dort festgetackert. 

Nicht nur mein Herz reagiert mit wilden Ausschlägen darauf, auch ein anderes Körperteil zeigt unter der Dusche eine deutliche Reaktion. Ich versuche es zu ignorieren, dann beseitige ich das Problem auf andere Weise und verspüre beim Abtrocknen eine Welle von Scham, weil ich befürchte, dass Alexander mir ansieht, was ich getan habe. 

Ich schlüpfe in eine bequeme Jeans, ziehe ein Langarmshirt über und gehe mit einem flauen Gefühl im Bauch zurück in die Küche. Alexander sitzt am gedeckten Tisch und sieht mich erwartungsvoll an. Er ist mein Assistent und ich bin wütend auf ihn. Ich sollte nicht auf diese Weise an ihn denken.

«Ich verhungere gleich», sagt er mit einem süßen Lächeln. Ihn in dieser ungewohnten Umgebung zu sehen, geht mir tiefer unter die Haut, als wenn wir uns in meinem Büro begegnen, zusammen Termine besprechen, Meetings vorbereiten oder Kundentermine wahrnehmen. Wir waren uns schon immer nah, viel näher als Boss und Assistent sein sollten. Aber das hier ist noch mal ein ganz anderes Level und es fällt mir schwer, auf ihn wütend zu sein, wenn ich ihn viel lieber küssen möchte.

Ich nippe am heißen Kaffee und bestreiche eine Scheibe Toast mit Butter und Marmelade. 

«Wollen wir heute eine Wanderung durch die Weihnachtsbaumplantage machen? Ich koche uns eine Kanne Kakao und wir nehmen ein paar Plätzchen mit und ...»

«Alexander», unterbreche ich ihn ernst. «Wir sind zum Arbeiten hier.»

«Dann ist es eben eine Weihnachtsbaumbesichtigung. Du musst dir schließlich anschauen, was du verkaufen willst.»

«Eine Besichtigung mit Kakao und Plätzchen?», frage ich wenig überzeugt.

«Es ist schweinekalt draußen. Willst du etwa verhungern und erfrieren?»

«Gutes Argument», grummle ich. Alexander lächelt siegessicher und bringt erneut meine Hormone in Wallung. Was ist nur los mit mir? 

«Gehen wir gleich nach dem Frühstück los?»

Ich nicke lediglich und halte mich an meiner Tasse Kaffee fest, als wäre sie der letzte Rettungsanker, bevor ich heillos untergehe. 

Kaum eine Stunde später stehen wir beide, dick eingehüllt, vor der Tür. Der Schnee hat über Nacht eine dünne weiße Decke ausgebreitet und die Umgebung verzuckert. Alexander ist so begeistert, als hätte er noch nie Schnee gesehen. Leider ist seine übertriebene Weihnachtsfreude ansteckend. Deshalb stapfe ich, mit möglichst verdrossenem Blick los. 

Bis zum Eingang sind es nur ein paar Meter. Ich schließe das Tor auf. Die Plantage öffnet erst am frühen Nachmittag. 

«Es ist so schön hier. Ganz still ...» Alexander hält das Gesicht in den Himmel und schließt die Augen. 

«Du übertreibst wirklich», murre ich und gehe zügig voran. Mit jedem Schritt tauche ich weiter in meine Vergangenheit. Jeder Pfad kommt mir vertraut vor, dabei war ich schon so lange nicht mehr hier, dass kaum noch ein Baum von früher da sein sollte. Dreijährig werden sie gepflanzt, mit sechs bis acht Jahren geerntet. Ich habe es geliebt, mit Opa die Reihen zu inspizieren und seinen Erklärungen zu lauschen. Der Schmerz kommt in Wellen.

Mit Lukas war ich auch oft hier. Die Bäume gaben uns ein Gefühl von Sicherheit. Hier konnten wir uns verstecken und fühlten uns doch frei. Wir haben von einer gemeinsamen Zukunft geträumt, wobei vermutlich nur ich davon geträumt habe. 

Ich streife mit den Fingern über den Zweig einer Nordmanntanne. Sie ist perfekt gewachsen, genau richtig, um in diesem Jahr in einem Wohnzimmer zu stehen.

«Kennst du dich mit den Bäumen aus?», fragt Alexander und stellt sich dicht neben mich. «Was für ein Weihnachtsbaum ist das?»

«Eine Nordmanntanne. Der beliebteste Baum in Deutschland. Perfekte Wuchsform, weiche Nadeln, eine kräftige grüne Farbe und es dauert lange, bis sie anfangen ihre Nadeln zu verlieren. Allerdings duften sie nicht.»

Alexander beugt sich vor und riecht an dem Zweig. Ich lache leise, drehe mich weg und laufe den Weg weiter. 

«Bekommt man dann eine Flasche Tannenduft dazu?», ruft er mir hinterher.

«Vielleicht», antworte ich und biege vom Hauptweg nach links. Hier stehen kleinere Bäume. Vermutlich sind sie im nächsten Jahr erntereif. 

«Aber dieser Baum sieht anders aus.»

«Hier haben wir Blaufichten. Sie duften ziemlich gut.» Ich zerreibe ein paar Nadeln zwischen den Fingern, rieche erst selbst und halte sie dann Alexander unter die Nase. 

«Erinnert mich ein bisschen an meinen Opa. Bei ihm steht immer so eine riesige Flasche Schaumbad mit Fichtenduft im Bad.» 

«Hatte mein Opa auch», sage ich leise und versuche die Erinnerung nicht zu nah heranzulassen. «Die Nadeln sind härter. Der Baum ist perfekt für schweren Weihnachtsschmuck. Kompakter Wuchs bis in die Spitze.»

«Wow, du kennst dich ja wirklich aus», stellt Alexander fest und läuft ein paar Schritte voraus zu einer Bank.

Er nimmt den Rucksack vom Rücken und holt die Thermosflasche mit dem Kakao heraus. «Wie wäre es mit einer Pause? Wir sind doch bestimmt schon drei Kilometer gelaufen.»

Ich setze mich neben ihn und nippe von dem heißen Kakao, den er mir entgegenhält. 

«Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre», sagt Alexander leise. «Das fühlst du doch auch, oder?»

«Natürlich. Ich habe die Plantage geliebt. Sie ist ein Teil meines Lebens.»

«Und trotzdem willst du sie verkaufen?»

«Ich weiß gerade gar nicht, was ich will», gebe ich ehrlich zu. «Ich wünschte, wir wären nicht hergefahren.»

«Können wir einen Baum fällen und ihn im Haus aufstellen?», fragt Alexander, ohne auf meine Bemerkung einzugehen. «Glaubst du, der Weihnachtschmuck deiner Großeltern ist noch da?»

Ich starre Alexander an, denn ich mir fehlen die Worte. Eigentlich liegen sie auf meiner Zunge, sind ziemlich gemein und wollen wohl deshalb nicht heraus. 

«Ich such einen Baum aus, ja?» 

Ehe ich mich versehe, springt er auf und verschwindet zwischen den Reihen.

«Bring eine Säge mit», ruft er laut. 

Ich lege den Kopf in den Nacken. Der Himmel ist wolkenverhangen. Womöglich fängt es bald erneut zu schneien an. 

Ich suche die Wut in mir, die ich bewahren wollte, um die Zeit hier zu überstehen. Die Wut, die mir dabei helfen sollte, meine Gefühle für meinen Assistenten unter Kontrolle zu bekommen. Gestern war sie doch noch da! 

«Ich habe den schönsten Baum gefunden», höre ich Alexander eine halbe Stunde später singen. 

«Das bezweifle ich», murre ich leise, gehe die wenigen Meter bis zum Hauptweg, um von einem der Ständer eine Säge zu nehmen. 

«Ich habe noch nie einen Baum abgesägt.» Seine Wangen sind rot vor Kälte. Wortlos überreiche ich ihm die Säge. Es dauert eine Weile, bis er die richtige Position gefunden hat und eine Ewigkeit, bis er den recht dünnen Stammen durchgesägt hat.

«Baum fällt», brüllt er, als hätte er eine zehn Meter hohe Eiche zu Fall gebracht. Dann summt er «O Tannenbaum» und schaut mich dabei erwartungsvoll an.

«Willst du etwa gelobt werden?», frage ich griesgrämig. Er reibt sich über die Stirn und lacht. Vielleicht sollte ich ihm mit einer Kündigung drohen. Er ist ein großartiger Assistent, aber dieser Ausflug geht eindeutig zu weit, zu tief unter die Haut. Ich habe mich lange davor gedrückt, die Erinnerungen zuzulassen, mich der Realität zu stellen und jetzt schleppen wir eine Nordmanntanne in das Haus meiner Großeltern ... Verdammt!

Als wir den Weihnachtsbaumständer und die Kisten mit dem Schmuck vom Dachboden holen, dämmert es bereits. Es fühlt sich an, als wäre ich niemals weggewesen. Ich habe sogar den Eindruck, dass Oma im Wohnzimmer auf mich wartet. 

Wir haben jedes Jahr gemeinsam den Baum geschmückt. Seitdem ich weggegangen bin, hatte ich keinen Baum mehr. In meiner Wohnung gibt es überhaupt keine weihnachtliche Dekoration. 

Alexander sorgt dafür, dass unsere Büroräume dezent geschmückt sind. Den Weihnachtsstern, den er jedes Jahr auf meinen Schreibtisch stellt, ignoriere ich ebenso wie den Lebkuchenmann aus Plüsch, der allerdings inzwischen auf meinem Sofa liegt und mit mir fernsieht. 

«Schau dir diese wunderschönen Kugeln an. Sie sind bestimmt richtig alt und wertvoll. So viel besser als dieser moderne Schmuck. Das ist ...»

Er schaut mich an und das Blau seiner Augen funkelt wie ein Saphir. 

«Wir schmücken zusammen einen Weihnachtsbaum. Ich weiß, dass du nichts hiervon tun willst, aber du machst mit. Und es ist dein Zuhause. Du bist wieder zu Hause, Leon.»

Ich will widersprechen, aber ich nehme stattdessen einen kleinen Vogel mit einer bunten Feder in die Hand und setze ihn auf einen Zweig.

Wir schmücken schweigend den Baum. Weihnachtsmusik begleitet uns dabei. Es ist schön und schrecklich zugleich. Ich genieße die Zweisamkeit und verfluche, dass er mich zu diesem Ausflug überredet hat.

Die leeren Kisten bringe ich allein wieder nach oben. Als ich zurück ins Wohnzimmer komme, hat Alexander eine Decke neben dem Baum ausgebreitet und mehrere Kissen verteilt. Er klopft neben sich auf den Boden. Zögernd bewege ich mich näher, hocke mich hin und betrachte den glitzernden Weihnachtsbaum. 

«Er ist schön», gebe ich leise zu.

«Ich wusste, dass er dir gefällt.» Alexander sieht mich triumphierend an. Ich lache frustriert auf, denn er hat recht.

«Du manipulierst mich und ich weiß nicht, ob mir das gefällt.» Ich lege mich neben ihn auf die Decke, drehe mich zur Seite und stütze meinen Kopf mit einer Hand ab. 

«Wir haben das hier gebraucht, Leon. Eine kleine Auszeit für uns.»

«Uns?», frage ich mit rauer Stimme und einem wahnsinnigen Kribbeln im Bauch.

Alexander legt eine Hand in meinen Nacken und zieht mich näher zu sich. Mein Herz rast und prickelnde Vorfreude breitet sich in mir aus. 

«Autsch», schimpft er und holt mich in die Realität zurück. Er hält eine einzelne Tannennadel dicht vor mein Gesicht.

«Hast du nicht gesagt, dass die Nordmanntanne nicht nadelt?»

Ich kann mich nicht länger beherrschen, überwinde die Distanz und lege meine Lippen auf seine. Alexander seufzt leise, schlingt beide Arme um mich und sorgt dafür, dass zwei Jahre Distanz und klare Grenzen vom weihnachtlichen Zauber ausgelöscht werden.

 

Kapitel 13 

Ich bin nackt. Alexander liegt neben mir, ebenfalls nackt. Ich schließe stöhnend die Augen und öffne sie sofort wieder, denn die Bilder der vergangenen Nacht wirbeln wie ein Schneesturm in meinem Kopf herum. 

Wie konnte das nur geschehen? Ich habe das Gefühl, eine eiskalte Hand greift nach  meinem Herzen und zerquetscht es genüsslich. Mein Atem stockt und mir wird übel. Eilig und so leise wie möglich erhebe ich mich. Alexander seufzt und kuschelt sich tiefer in die Decke. Irgendwann, nachdem wir Pizza auf dem Boden gegessen haben – auch dabei waren wir nackt – hat Alexander meine Bettdecke geholt und uns zugedeckt. Die Erinnerung erscheint mir vollkommen surreal und doch habe ich deutlichen Zeichen von dem, was zwischen uns geschehen ist, auf meiner Haut.

Auf Zehenspitzen verlasse ich das Wohnzimmer, vermeide im Bad jeden Blick in den Spiegel, ziehe mich an und stürme aus dem Haus. Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist, nicht mal mein Handy dabei. 

Es ist eiskalt. Nebel hängt in den Baumspitzen, während die Sonne allmählich aufsteigt. Ich marschiere mit strammen Schritten auf den Eingang zur Plantage, als mich der Lichtschein eines Autos blendet. Kurz darauf springt ein Mann aus dem Geländewagen. Er verharrt kurz, als er mich sieht, dann kommt er auf mich zu.

«Sie sind sicherlich Leon Englert. Waren wir schon so früh verabredet?» Er streckt mir seine Hand entgegen, die ich instinktiv ergreife. 

«Markus Hegemann.»

«Guten Morgen», erwidere ich. «Es freut mich, dass wir uns persönlich kennenlernen. Und nein, Sie sind nicht zu spät. Ich wollte nur ein wenig ... herumlaufen.»

«Alles klar!» Er lacht und schiebt seine Wollmütze aus dem Gesicht. «Kommen Sie mit ins Büro. Ich koche Kaffee. Dann können wir loslegen.»

Ich nicke und folge dem Mann, der mir viel zu munter und gut gelaunt erscheint, in die Holzhütte neben dem Eingang zur Plantage.

«Ich habe gehört, dass Sie schon das Wochenende im Haus verbracht haben. Tut mir leid, dass Hardy das Bad noch nicht repariert hat.»

«Kein Problem. Wir sind bisher zurechtgekommen.»

Herr Hegemann befüllt zügig die Kaffeemaschine, die nur wenige Augenblicke später einen wundervollen Duft verströmt.

«Mir war nicht bewusst, dass ein Einstellungskriterium ihres Großvaters ein ähnliches Aussehen war.» Er grinst verlegen.

Ich mustere ihn verwirrt und stelle fest, dass er mir tatsächlich erstaunlich ähnlich sieht.

 

Kapitel 14 

«Davon war mir bisher auch nichts bekannt», gebe ich zu und streiche mir verlegen durch die Haare. «Aber vielleicht ist es auch nur ein Zufall.»

«Ja, vielleicht.» Herr Hegemann bietet mir einen Stuhl vor dem Schreibtisch an, holt zwei Tassen aus einem kleinen Regal und gießt Kaffee ein. «Es ist auf jeden Fall schön, dass wir uns endlich persönlich treffen.»

«Ich fand unsere Kommunikation bisher auch in Ordnung oder gab es von ihrer Seite Probleme?» Ich trinke einen Schluck des Lebenselixiers. Es vertreibt jedoch kaum das dumpfe Gefühl in meinem Bauch. 

«Nein, nein. Es lief alles großartig. Trotzdem ist es gut, dass Sie nun hier sind. Das Haus stand schon so lange leer und ...»

«Ich bin nicht wieder hier», erwidere ich und betone jede Silbe mit Nachdruck. «Um ehrlich zu sein, verfestigt sich in mir der Gedanke, das Haus und die Plantage zu verkaufen.»

«Das ist sehr bedauerlich», sagt er und seufzt leise. 

«Natürlich würde ich ihnen ein Vorkaufsrecht einräumen. Sie arbeiten schon lange hier, kennen die Zahlen und haben bisher doch die meisten Entscheidungen allein getroffen. Ich habe sie maximal abgesegnet.» 

«Wir würden sicherlich einen guten Verkaufswert finden», rede ich weiter. «Und das Haus wäre auch wieder bewohnt. Sie haben doch Frau und zwei Kinder, wenn ich mich recht erinnere.»

«Ja, stimmt schon. Mila wird drei und Sandro hatte letzten Monat seinen sechsten Geburtstag. Er hilft schon immer fleißig mit.» Seine Augen beginnen zu strahlen.

«Das klingt doch fantastisch. Genau das, was die Plantage braucht.»

«Es gibt da nur ein Problem», sagt er bedächtig. «Ich kann weder die Plantage noch das Haus kaufen. Das war eine Bedingung für meine Einstellung. Ihr Großvater hat mir ein Stück Land verkauft. Drüben am anderen Ende der Plantage, wo die neue Siedlung vor ein paar Jahren entstanden ist. Ich habe mir dort ein Haus gebaut.»

«Mein Großvater ist tot. Mir gehört die Plantage und ich kenne keine Klausel, die mir verbietet, sie zu verkaufen.»

«Das mag sein, aber ich halte mich an das Versprechen, das ich ihrem Großvater gegeben habe. Vielleicht hoffte er auf eine Versöhnung oder ...»

Ich springe von meinem Stuhl auf und laufe angespannt hin und her. Es ist nicht genügend Platz, um die angestaute Energie loszuwerden. 

«Das alles hier ist sein Vermächtnis. Wollen Sie nicht noch einmal darüber nachdenken?»


Heute könnt ihr mein neues Buch "Weihnachtszauber für Bradley" gewinnen. Passend zum Buch habe ich eine Schneeflockenkerze gegossen und einen Schneeflocke als Glücksbringer ist auch dabei. Und natürlich ein paar Goodies. 

Wie immer hüpft ihr mit einem Kommentar in den Lostopf und am nächsten Samstag verkünde ich hier, wer gewonnen hat. 

Viel Glück!

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Kommentare: 5
  • #1

    Susan (Sonntag, 14 Dezember 2025 08:25)

    Ich wünsch dir und deiner Familie einen besinnlichen 3. Advent liebe Karo.
    Ich habe mittlerweile auch meine eigenen Traditionen wie z.B. den Besuch der Bergparade in meiner Stadt oder meine Pyjamas für die Feiertage.

  • #2

    Anja Hoffmann (Sonntag, 14 Dezember 2025 11:39)

    Ich wünsche allen einen schönen 3. Advent.

    Kerzen gehören in der Weihnachtszeit einfach dazu, aber nicht am Weihnachtsbaum. Das ist einfach zu gefährlich.

    Ich kann es nicht oft genug sagen: Vielen Dank für Deinen Adventskalender und die schönen Gewinnspiele!
    Fühl Dich gedrückt.

    Liebe Grüße
    Anja

  • #3

    Piccolo (Sonntag, 14 Dezember 2025 13:26)

    Liebe Karo,

    ich wünsche dir und deiner Familie frohe Weihnachten.

    So sehr wie es schon die ganze Zeit zwischen Alexander und Leon geknistert hat, musste doch endlich mal was zwischen ihnen laufen.
    Leon ist weiterhin mit allem überfordert und will Hazs und Plantage verkaufen. Aber alles und jeder stellt sich gegen ihn, was das betrifft.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße und Dankeschön für die Geschichte.
    Piccolo

  • #4

    Karin Bill (Sonntag, 14 Dezember 2025 15:47)

    Ja cool! Eine Schneeflockenkerze!
    Ich liebe Kerzen. Davon kann ich nie genug bekommen. ♥️

    Ich wünsche allen einen wunderschönen 3. Advent! Lasst es euch gut gehen!

    liebe Grüße, Karin

  • #5

    Anna (Mittwoch, 17 Dezember 2025 20:10)

    Liebe Karo,
    Ich bin immer wieder fasziniert was du für tolle Bastelideen hast. Habe mir in meinem Backmarathon gerade eine kleine Pause gegönnt. Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche.
    Liebe Grüße Anna