2025 war ein aufregendes Jahr mit vielen besonderen Momenten, mit echten Highlights und einigen nicht so schönen Augenblicken.
Ein Jahr ohne Verlag, was gerade am Anfang eine Menge Arbeit bedeutete, aber auch ein gewisser Schmerz, der irgendwie immer noch präsent ist. Ich will eigentlich keine Verlagsautorin mehr sein, trotzdem hatte ich den Eindruck, dass mir etwas fehlt. Es wird besser und ich denke, ich gehe den richtigen Weg und das ist schließlich alles, was zählt.
Auch in diesem Jahr gehörte ich nicht zu den regelmäßigen Schreiber_innen. Ich bewundere die Autor_innen wirklich sehr, die eine Schreibroutine entwickelt haben und sich daran halten. Ich werde wohl eine Chaosschreiberin bleiben. Druck hilft mir manchmal, Routine kann auch mal funktionieren, ebenso wie der Wille, eine Geschichte zu erzählen. Aber es gibt eben auch die großen Löcher, Wochen, in denen ich gar nicht schreibe oder nur von Geschichten träume. Aber immerhin sind drei neue Bücher und drei Kurzgeschichten entstanden. Darauf bin ich wirklich stolz und ich liebe die Geschichten sehr.
Zwei davon waren Gemeinschaftsproduktionen. In Gemeinschaft zu schreiben, ist anstrengend und großartig zugleich. Es ist herausfordernd, aber das Ergebnis konnte sich in beiden Fällen sehen lassen. Ich bin echt dankbar, dass ich dabei sein durfte und hoffe, dass es auch im neuen Jahr Gruppenprojekte gibt (eins weiß ich schon und darauf könnt ihr echt gespannt sein:)))
In meinem kleinen Büro zu sitzen und zu schreiben, sorgt stets für ein Gefühl von großer Dankbarkeit. Danke, dass ihr Leser und Leserinnen meine Geschichten kauft, rezensiert und bewertet. Danke für die Kommentare und lieben Worte, die mich im Laufe des Jahres erreicht haben. Eure Begeisterung ist meine Motivation und macht mich sehr glücklich.
Ich war in diesem Jahr auf drei Messen. Zuerst am Stand des Selfpublisher Verbandes auf der LBM, zusammen mit Jessica Martin. Das hat viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr gefreut, liebe Autor_innen und Bekannte in Leipzig zu treffen.
Im April ging es für mich nach Parchim. Zur ersten Comic-und Buchmesse. Ich war mächtig aufgeregt, denn ich hatte erst zum zweiten Mal einen eigenen Stand auf einer Buchmesse. An meinem Selbstbewusstsein muss ich wohl noch ordentlich arbeiten. Ich bin nicht wirklich gut darin, Leute an meinen Stand zu locken oder über meine Bücher zu reden. Ehrlich, ich hätte mich am liebsten die ganze Zeit auf dem Klo versteckt. Dementsprechend war die Messe auch alles andere als erfolgreich für mich und hat mich dazu gebracht, über meinen Messeauftritt gründlich nachzudenken.
Für die Queer Book Fair hatte ich eine Tischpartnerin. Mit Elisa Schwarz fühlte ich mich tatsächlich besser und trotz des weiten Weges ist diese Messe wirklich besonderen. Ich hatte Spaß, nicht zuletzt, weil ich viele liebe Autor_innen getroffen habe. Und natürlich auch ganz liebe Leserinnen und Leser.
Zwei Lesungen in meiner Heimatstadt, die mich ebenfalls nachdenklich gestimmt haben. Vor allem meine Weihnachtslesung war ... puhh, wirklich schlecht besucht. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass in der Weihnachtszeit ohnehin viel los ist, ungünstiger Termin oder ob manche Dinge oder Veranstaltungen eben auch mal ein Ende haben. Ich erwarte ja wirklich keinen vollen Saal, aber es wird mit jeder Lesung leerer. Keine Ahnung, ich habe noch keine Idee, wie ich damit umgehen soll. Dabei lese ich so gern!
Ein wenig unterwegs war ich in diesem Jahr ebenfalls. Zuerst beim Winterpride in Magdeburg. Das war verdammt kalt, aber irgendwie auch lustig.
Zum IDAHOBIT in meiner Heimatstadt haben wir viele bunte Luftballons in die Luft steigen lassen.
Und dann war ich mit Jessica Martin zu einem Schreibretreat an der Ostsee. Das war wirklich ein Highlight. Wir haben geredet und geschrieben, Pläne geschmiedet und hatten viel Spaß. Die Zeit ist zu schnell vergangen.
Ihr seht, es war einiges los. Das ist vermutlich das Besondere am Autorinnenleben. Es kann ganz abwechslungsreich sein und zugleich ist es auch schön, jeden Morgen in mein Büro zu gehen, eine Kerze anzuzünden und ein Dokument zu öffnen, oder ein bisschen Social Media zu betreiben, an Covern zu basteln, mit anderen zu chatten und dann wieder in eine Welt abzutauchen, die für einen Moment nur mir allein gehört, bevor ich sie mit euch teile.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ich noch viel Zeit in diesem kleinen bunten Raum verbringen darf.
Jetzt wünsche ich euch jedoch einen wundervollen Start ins neue Jahr.
Feiert ihr oder bleibt ihr allein zu Hause?
Ich träume ja davon, einmal über Silvester zu schreiben, aber ich freue mich, den Abend mit meiner Familie zu verbringen. Wir werden uns wieder an einem EXIT- Spiel versuchen und vermutlich kläglich scheitern.
Bis bald!
Natürlich habe ich die Auslosung nicht vergessen. Mein Mann hat die Glücksfee gespielt. Das Taschenbuchpaket 2026 hat gewonnen:
Susann
Herzlichen Glückwunsch!
Bitte schreib an nachricht[at]karostein.de.


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Susan (Mittwoch, 31 Dezember 2025 12:36)
Oh ,wow ,dankeschön liebe Karo. Da freue ich mich sehr.
Bin schon gespannt was mich für Bücher erwarten.
Ich wünsch dir und deinen lieben einen schönen Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr ����
Anja Hoffmann (Donnerstag, 01 Januar 2026 09:24)
Erst einmal herzlichen Glückwunsch Susann.
Ansonsten hoffe ich, dass alle gut ins neue Jahr gekommen sind.
Ich selbst habe Silvester allein verbracht, aber das stört mich nicht.
Auf jeden Fall freue ich mich das Du, liebe Karo, auch im neuen Jahr weiter schreiben möchtest und uns mit neuen Geschichten beschenkst.
Alles Liebe
Anja
Piccolo (Donnerstag, 01 Januar 2026 12:32)
Liebe Karo,
ich wünsche dir - und natürlich allen anderen auch - ein frohes und gesundes neues Jahr.
Da war ja einiges los bei dir. Dankeschön, dass du uns an diesen Rückblick hast teilnehmen lassen.
Mal schauen, was uns 2026 bringen wird. Ich hoffe nur Gutes.
Ganz viele liebe Grüße
Piccolo