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Schreibtagebuch Januar

Wenn die Woche mit einem Feiertag beginnt, dann verrutscht irgendwie alles. Aus dem Montag wird ein Sonntag und selbst jetzt muss ich darüber nachdenken, welcher Tag heute ist. Immerhin weiß ich, dass ich den neuen Eintrag für Montag angekündigt hatte und der ist in jedem Fall bereits vergangen.

Dafür gibt es auch noch keine echten Schreibneuigkeiten. Im Moment bin ich eher damit beschäftigt, alles zu ordnen und zu sortieren und das Konzept eines Bullett Journals zu verstehen. Inzwischen ist es zumindest angelegt und wird mich hoffentlich dabei unterstützen, all die Ziele und Wünsche für 2020 zu realisieren. Disziplin ... das verhasste Zauberwort *lach*.

Mein Schreibplan für den Januar sieht folgendermaßen aus:

 

  •  Überarbeitung (also nicht schreiben) und Fertigstellen meines Verlagsromans
  •  die neue Kurzgeschichte von Jamie Stone (huch, das sollte ich hier vielleicht gar nicht schreiben *lach*, aber es ist ja inzwischen ein offenes Pseudonym)
  •  Moritz!!! die letzten Kapitel müssen/wollen endlich geschrieben werden. Welche Autorenidiotin hört denn bei über 80000 Wörtern und quasi kurz vor dem Happy End auf?

Immerhin hat der Januar noch ein paar Tage, sodass da hoffentlich ein paar Wörter zusammenkommen. Mein Tagespensum habe ich auf 3000 Wörter heruntergesetzt (ist ja kein NaNo), denn ich muss nach den Feiertagen erst einmal wieder in die Schreibroutine hineinkommen.

Heute warten jedoch erst einmal mindestens fünf Kapitel darauf, gründlich gelesen zu werden, bevor sie ins Lektorat verschwinden können.

 

 

Sonntag, 19. Januar 2020 So leer wie dieses Tagebuch ist auch mein Schreibfortschritt. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich gar nichts getan hätte. Mein Verlagsbuch ist von meiner Seite fertig. Es gibt einen Titel und das Cover ist in Auftrag gegeben. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es aussehen wird. Die Titelsuche war wie immer anstrengend und hat mich mehrere Tage in Atem gehalten. Ich hasse es! Aber immerhin haben wir zusammen (also meine Lektorin/Projektbetreuerin und ich, mein Mann, meine Betaleserin und vermutlich auch der wunderbare Tänzer auf youtube, der allerdings nur indirekt beteiligt war) nicht nur den Titel für diese Geschichte, sondern auch für den zweiten Teil gefunden. Damit bleibt mir das Drama also später erspart.

Wie immer, wenn ein Buchprojekt beendet ist, überkommt mich dieses seltsam leere Gefühl. Ich kann es gar nicht beschreiben. Es ist irgendwie, als würde die Geschichte jetzt nicht mehr zu mir gehören. Vielleicht wie ein Kind, das erwachsen ist ... hm, na ja, mit ein oder zwei Gläschen Sekt ist es nun zum Glück weggespült und ich kann mich ab morgen endlich wieder auf andere Dinge, sprich aufs Schreiben konzentrieren. Es juckt  nämlich verdammt heftig in meinen Fingern. Allerdings merke ich auch immer wieder, dass es tatsächlich besser für mich ist, eins nach dem anderen in Angriff zu nehmen.

Ich habe auch ein paar Worte geschrieben, allerdings so wenig, dass es eigentlich nicht lohnt, sie hier zu erwähnen. Außerdem habe ich mir über ein großes Projekt Gedanken gemacht. Auch in diesem Jahr darf ich wieder am Quedlinburger Bücherfrühling mit einer Lesung teilnehmen. Da Quedlinburg ja meine Heimat ist und die meisten Leute, die zu meiner Lesung kommen, Bekannte, Verwandte und die besten Freunde der Welt sind, möchte ich gern etwas anderes, für mich neues ausprobieren. Die Geschichte ist alt (*zu fanfiktion.de rüberguck*) und müsste ein bisschen überarbeitet und aufgehübscht werden. Cover und eine kleine Änderung des Titels, denn so darf er nicht bleiben. Passend zum Buch möchte ich tanzen, vielleicht nicht unbedingt allein, sondern mit zwei Tänzern aus meiner Gruppe. Eine richtige arabische Nacht :)))))))...  Der Gedanke sorgt dafür, dass es in meinem ganzen Körper kribbelt und gleichzeitig habe ich vor der Größe des Projektes Angst. Auf der anderen Seite ... was kann schon im schlimmsten Fall passieren?

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Kommentare: 5
  • #1

    Piccolo (Mittwoch, 08 Januar 2020 17:33)

    Hallo Karo,

    dass man erst wieder in den Alltag ankommen muss, verstehe ich. Geht wohl jeden so.
    Huch, schreibst du noch unter einem anderen Pseudonym?
    Die Qualität ist wichtig und nicht die Quantität. Und 3000 Wörter finde ich, ist schon eine Menge.

    LG Piccolo

  • #2

    Sunny (Freitag, 10 Januar 2020 15:05)

    Liebe Karo,
    ich versuche mich dieses Jahr auch zum ersten Mal an einem Bullet Journal. Ich gebe mir den Januar Zeit mich langsam daran zu gewöhnen. Heißt ich gebe nicht jetzt schon auf bzw. hasse mich, weil ich es noch nicht in meinen Alltag integriert habe und noch öfter mal ein paar Tage lang aussetze. Dabei hab ich mir so schöne Dinge wie Habit Tracker und tägliche Dankbarkeits-Notizen vorgenommen. Meine Motivation ist, wenn ich dieses Jahr, oder das vergleichsweise dünne Heftchen (mit (zu?) dünnen Seiten) durchhalte, dann gönne ich mir nächstes Jahr was teureres und schöneres :-D

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß (und Erfolg, schließlich freue ich mich schon auf neue Geschichten von dir) auf deinem Bullet Journal Weg!
    LG Sunny

  • #3

    Piccolo (Donnerstag, 16 Januar 2020 17:36)

    Hey Karo,

    wie es mit deinen Projekten, insbesondere mit Moritz' Geschichte? Man hört hier ja leider nichts.

    LG Piccolo

  • #4

    Piccolo (Sonntag, 19 Januar 2020 17:44)

    Schön etwas von dir zu hören. Es freut mich auch sehr, dass dein Verlagsbuch so weit in trockenen Tücher ist. Auch dein Projekt für den Quedlinburger Frühling hört sich interessant an.
    Dennoch hoffe ich, bald etwas von Moritz hören zu dürfen.

    LG Piccolo

  • #5

    Piccolo (Sonntag, 26 Januar 2020 17:36)

    Ist noch immer ziemlich leer dein Tagebuch. Gibt es wirklich so wenig zu erzählen?

    LG Piccolo